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Vom linken Niederrhein ins Ruhrbistum
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Holzschlag

Wanderung im Elbschetal.
Ein Hof, auf dem Fasanen gezüchtet werden.
Der Weg ist öffentlich, aber durch gefällte Eichen und deren Geäst nicht benutzbar.
Ein Mann schichtet Eichenscheite auf einem Stapel und bedauert,
dass hier niemand gehen kann. Umkehren, einen anderen Weg suchen.
Der Bus wird wohl weg sein.
Aber dann kommt der Mann mit seinem Geländewagen gefahren und bittet uns einzusteigen.
Er bringt uns den langen Weg bis zum Aufgang des Pfades,
der durch den Wald zur Hauptstrasse führt. Ich frage, ob er hier fahren darf.
Er sagt, er sei hauptamtlicher Jäger.
Der Weg zieht sich. Wir können den Bus nicht mehr erreichen - denken wir.
Aber der Bus hat 10 Minuten Verspätung. Die Freude ist gross.
Wir hätten eine Stunde warten müssen.
 

4. Sonntag in der Fastenzeit - eine unhaltbare Predigt

4 min read

Was man sonntags darf und was nicht, interessiert doch sowieso kaum jemanden, höchstens was im Veranstaltungskalender steht. Aber wenn die Kirchengebote uns sagen, wir sollten sonntags die Heilige Messe mitfeiern, finden wir das schon empörend. Wir lassen uns nichts vorschreiben. Wenigstens an dem Punkt halten wir es mit Jesus:

Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat.

Die Sachlage ist heute eine andere als damals, da Jesus den Blinden heilte, wie es im Evangelium in leichter Sprache so sehr langatmig berichtet wird. Aber im Grunde läuft es auf dasselbe raus: Wir wollen alles richtig machen. Nicht nur, dass uns niemand Vorschriften machen soll, wir wollen auch von niemandem zur Rechenschaft gezogen werden. Es geht um die Schuldfrage, die sich heute ganz anders stellt als damals. Die Gesetzeslehrer der damaligen Zeit waren machtvoll. Die Kirche war durch die Jahrhunderte machtvoll und ist es teilweise heute noch. Sie kann sagen, ob ein Mensch dazugehört oder nicht. Dass jeder seines Glückes eigener Schmied ist, wie es der Volksmund unserer Breiten sagt, kommt für den Einzelnen erschwerend dazu. Die Menschen der alten Zeit konnten einen Zusammenhang sehen zwischen Erkrankung und Sünde. Wir Heutigen sehen einen Zusammenhang zwischen Gesundheit und Ernährung/gesunder Lebensweise. Der Eine wie der Ander steckt in einer schwierigen Situation. Wir wissen alle, dass wir das Leben nicht regeln können. Wir können das Unsrige beitragen, bekommen viel geschenkt, manche zu große Last und das wirkt sich aus.

Jesus begegnet dem Blinden und heilt ihn. Warum auch nicht? Er kann es. Gott sei Dank, dass Jesus den Blinden geheilt hat. Ich könnte es nicht. 7 Semester Religionspädagogik habe ich studiert und allerhand Zusatzqualifikationen erworben, aber heilen kann ich nicht. Lernen kann ich und singen. J.R.R. Tolkien beginnt sein Silmarillion mit einem Schöpfungsbericht. Die Schöpfung beginnt mit dem Gesang der Ainur. Der Schöpfer lehrt die Ainur, dass der gemeinsame Gesang die Quelle des Lebens ist. Einer dieser Ainur ist Melkor, der später der "gefallene Engel" sein wird. Er singt im Chor schöner als alle anderen, weil ihm etwas Neues einfällt. Er hat Lust am Schönen und am Gesang und möchte das Beste dazu beitragen. Noch ist er ein Teil des Ganzes. Er bleibt es, bis er besser sein will als die anderen. Ob er besser ist als die anderen, sei dahingestellt. Fakt ist, dass das Leben nur gemeinsam gelingt. Dieses Gemeinsame war in der Kirche jahrhundertelang eine unter sozialem Druck erzwungene Gemeinschaft. Im 21. Jahrhundert wär "der gemeinsame Gesang" aller Gläubigen das Gebot der Stunde. So wie die Kirche im Begriff Depositum Fidei lehrt: Die Summe aller Gläubigen kann nicht irren, denn was dem Einzelnen zu glauben anvertraut ist, ist allen gemeinsam. Praktisch umsetzen ließe sich das vielleicht demnächst mit einer Onlineabstimmung. Bisher war es nicht möglich, alle christlich Glaubenden der ganzen Welt in einer Sache zu befragen.

Jesus wird auch von manchen Juden als Lehrer verstanden, der, wie andere Lehrer, seine Grundsätze hat bei der Auslegung des Talmud. Was denken Sie, was Jesus zur Grundlage hat? Was sind meine Grundsätze?

Mitten in der Fastenzeit frage ich mich, was mir wichtig ist. Wie beantworte ich die Fragen, die sich täglich stellen? Welche Prioritäten setze ich? Bin ich das Maß meines Lebens? Kann ich es hinnehmen, dass Jesus seinen Maßstab an mein Leben anlegt? Was kann ich von Jesus lernen?

 

 

MapSwipe app lets public help deliver medical care to most vulnerable | Médecins Sans Frontières (MSF) International

Eine App, mit der man Hilfsorganisationen bei ihrer Arbeit unterstützen kann, in dem man Satellitenbilder auswertet. Wer HiddenFolks mag, wird auch dies mögen.

 

3. Sonntag in der Fastenzeit - eine unhaltbare Predigt

2 min read

Jesus hat Durst und möchte Wasser trinken

So fängt es an im Evangelium für Leichte Sprache. Es ist immer die Gegenwart.

der Ort

Was dort nicht steht, weil es zu den schweren Inhalten gehört, ist der Ort: ein Brunnen im Land der Samariter und der Bezug zu dem Stammvater Jakob. Das lässt sich auch mit Luther und dem evangelisch-katholisch-Sein verdeutlichen. So geschehen in der Martinskirche beim Abendgebet in einfacher Sprache, ungeprüft und lebensecht. Es ist nämlich wie evangelisch und katholisch. Heute geht es nicht mehr bis aufs Blut, aber manchmal schon, wenn auch nicht bei uns. Trotzdem kann kein Evangelischer an der Eucharistie teilnehmen. Jesus geht mit solchen Problem auf seine Weise um und er darf das, weil er der Sohn Gottes ist. Er gestattet der Frau den Zugang zum lebendigen Wasser. Einfach so.

der Durst

Die Gemeinde in der Martinskirche besteht zur Mehrzahl aus Menschen, die die einfache Sprache gut verstehen. Es macht ihnen keine Mühe zuzuhören. Sie freuen sich. Warum geht es nicht auch in den normalen Sonntagsgottesdiensten so? Die zusammengeknechtete Katechetenrunde ist verärgert, sagt aber nicht, was ihr wichtig ist. Wir normalen Menschen sind angepasst und standardisiert höflich. Wird Zeit, dass sich das ändert. Wird Zeit, dass der Durst nach dem lebendigen Wasser uns an die Brunnen treibt. Wir dürfen das. Alle. Wir sind eingeladen.

ach, ja

Und wieder stellt sich die Frage, was wohl gepredigt wird landauf, landab. Die Inhalte ploppen bei mir auf, die ich Jahr für Jahr höre. Meinem geistlichen Begleiter fällt auch nichts mehr ein. Er nutzt einen Predigtenservice und modifiziert den ein bisschen.

der Wüstenplanet

Dem eingefleischten Science Fiction Fan wird der Wüstenplanet ISBN 13 9783453186835 eingefallen sein, in dem das lebendige Wasser nur von dem getrunken werden kann, der würdig ist. Alle anderen erleiden einen grauenhaften Tod. Trotzdem wird auch der Gestärkte Opfer von Verrat, also von Fakenews und Verschwörungstheorien.

reifen lassen

An diesem Wochenende im Jahre 2017 ist das Wetter mies. Es lädt zum Meditieren kann. Die Sonne wird in der kommenden Woche wiederkommen, der Frühling war in der vergehenden Woche bereits am Start. Frisch Gepflanztem tut der Regen gut.

 

2. Sonntag in der Fastenzeit - eine unhaltbare Predigt

2 min read

Dieses Evangelium schaltet die Lichter der Zuhörer aus. Hoffen wir, dass eine Predigt folgt. Aber auch die kreist oft ein bißchen zu viel um Altbekanntes. Haben wir schon 1000 mal gehört. Verklärung kann auch die Leichte Sprache nicht spannend machen. Das ist viel zu esoterisch. "Esoterisch" ist mein Lieblingsaufreger, seit die Mutter eines Firmlings genau dieses Wort benutzte, um ihre Abscheu über die Firmvorbereitung in unserer Gemeinde zum Ausdruck zu bringen. Das sei doch alles esoterisch, meinte sie, und ich war so erschrocken, dass mir zu antworten nichts einfiel. Da hätte ich keine Hütten bauen wollen.

In der vergangenen Woche gab es eine denkBar in meiner ehemaligen Schulgottesdienstkirche, in der ich zum ersten Mal Messdienerin war. Zum ersten Mal seit 30 Jahren war ich wieder in dem Stadtteil, in dem ich zur Schule gegangen war. Ich war aufgeregt. Wenig habe ich wiedererkannt. Ich wusste nicht mal mehr, dass die Kirche so nah neben dem Kiosk steht, in dem ich mal 50 DM für Sammelbildchen ausgegeben habe. Das habe ich in Erinnerung, weil der Verkäufer das nicht richtig fand. So viel Geld, hatte er gesagt, und es mir dann doch verkauft. Schließlich geriet alles in Vergessenheit. In dem ganzen großen Stadtteil gibt es nichts, das mich begeistern könnte. Aus der ehemaligen Pfarrkirche wurde eine Eventkirche. Da kann man was draus machen. Aber wo sind die Orte, die mich in Bewegung gesetzt haben? Warum lebe ich? Warum bin ich immer noch unterwegs? Warum bin ich so heiß auf Bildung?

Am Ende der Woche kommt dann noch die E-Mail eines Vorgesetzten, der sich beim Team über mangelndes Engagement beschwert. Das hätte nicht sein müssen, denke ich, denn wir haben alle bis zum Anschlag unser Bestes gegeben und brauchen Zeiten und Räume der Unerreichbarkeit. Es muss möglich sein. Ich kann nicht immer voll konzentriert sein und reflektiert agieren. Ich bin nur ein Mensch. Wo sind - verdammt noch mal - die Orte, an denen einem nichts Schlimmes passieren kann?

Wenn ihr mir ein paar Minuten keinen Druck macht, kann ich mir in Ruhe vorstellen, wie es sein könnte, wenn Jesus mich und dich und ein paar andere mitnimmt auf einen Berg und was passiert, was niemand ahnen konnte.

 

1. Sonntag in der Fastenzeit 2017 - eine unhaltbare Predigt

4 min read

An dieses Evangelium habe ich schlechte Erinnerung, weil die erste Beschäftigung damit eine rein intellektuelle war, die naturgemäß im Streit endete. So liest man die Heilige Schrift nicht. Aber das ist 40 Jahre her.

9 jugendliche Firmbewerber hatten sich vergangenen Freitag über Seelsorge in einer Komplexeinrichtung der Behindertenhilfe informiert. Sie stellten fest: Leichte Sprache ist gut zu verstehen, lässt aber Einiges aus. Dem besseren Verständnis wird der Inhalt geopfert und für die Jugendlichen ist Leichte Sprache anstrengend zu lesen. Es ist nicht ihre Sprache.

Im heutigen Evangelium sprechen der Teufel und Jesus über die Bibel und den Missionsauftrag auf ihre je eigene Weise: Der Teufel hat sich im Sinn, Jesus hat Gott im Sinn. Darum kann Jesus auf des Teufels Anwürfe entspannt und sicher reagieren: Er hat einen Standpunkt. Dessen ist er sicher.

Was ist mein Standpunkt?

Wenn wir morgens und abends auf Twitter gemeinsam beten, kommen die verschiedenen Lebensweisen von Christen und Nichtchristen zum Ausdruck. In den Fürbitten kann jeder von uns alles vor Gott bringen. Manchmal geraten wir am Rande in Diskussionen um den rechten Weg zum Glauben und die rechte Weise, Gott anzubeten. Da sind wir nicht anders als dieser Martin Luther, der sein Lebenlang gesucht hat: den richtigen Weg und den Austausch mit anderen.

Als eifrige Nutzerin des Internets sind mir Mobbing, Fakenews, Datenschutz und diese Dinge vertraut. Es gibt grundsätzlich 2 Möglichkeiten, damit umzugehen:

  • Man registriert sich, wo es nur geht, und verteilt Daten ohne Ende. Man müllt das Netz zu und die Follower und Freunde finden das, was sie interessant finden.
  • Man behält seine Daten bei sich, informiert sich gründlich, bevor man sich irgendwo registriert und ist Teil eines Netzwerkes, in dem man lernen kann. Was man kreativ erarbeitet, telt man mit anderen. Man gestattet anderen, die eigenen Texte, Bilder und sonstigen Daten zu nutzen.

Der Teufelsweg führt mit dem Mainstream. Man ist geborgen wie in einer vollgeschissenen Windel. Übersicht hat man sowieso nicht, aber das gute Gefühl, dazu zu gehören.

Der Weg, der meiner ist, ist kein Vorbild für andere, denn er ist mein Weg. So sieht es auch Jesus. Er tut das Unerwartete nicht aus einer Position der Übermacht, sondern weil es uns unerwartet vorkommt. Bei Licht besehen ist der Teufel am falschen Ort, zur falschen Zeit. Die drei Versuchungen, mit denen der Teufel Jesus konfrontiert, kommen uns einleuchtend vor. Wer die Geschichte nicht kennt, ist gespannt wie ein Flitzebogen auf die Reaktion dieses Jesus von Nazareth.

  • Wer kann schon gegen Brot sein?
  • Wer dürfte an der Allmacht Gottes zweifeln?
  • Wie könnte Macht etwas Schlechtes sein, wenn man damit Gutes tun kann?
  1. Wir alle müssen essen. Der Mensch kann nicht leben ohne Nahrung. Aber wir wissen aus Erfahrung, dass das alleine nicht genügt. Übergewicht. Weggeschmissenes Essen. Wir haben heute ganz andere Erfahrungen mit dem Essen und Trinken als der Teufel und Jesus. Die Sorge um das tägliche Brot haben wir mit Industrialisierung gelöst. Mittlerweile wissen wir: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Was ich zum Leben wirklich brauche, das will ich in dieser Fastenzeit ergründen.
  2. Ich bin getauft. Das war der Anker für Martin Luther. Wer zu Gott gehört, dem kann nichts passieren. Den Seinen gibt es der Herr im Schlaf. Wir lachen über solche Sätze und halten sie nicht für möglich. Eigentlich leben wir Christen im Großen und Ganzen wie alle. Wir schließen Versicherungen ab, lassen uns impfen, gehen regelmäßig zum Arzt. Was ist denn mit unserem Gottvertrauen? Ich will in dieser Fastenzeit mein Verhältnis zu Gott ergründen.
  3. Zum Thema Macht hat J.R.R. Tolkien in seinem Epos "Der Herr der Ringe" alles Wissenswerte geschrieben. Wer zur Macht greift, wird von ihr beherrscht. Aber es gibt einem ein gutes Gefühl von Sicherheit, wenn man ein Portenonnaie und Kreditkarten bei sich hat. Wir können Auto fahren. Wir trainieren irgendeine Sportart. Wir machen Dinge, um anderen zu zeigen, dass sie uns ernst nehmen müssen. In dieser Fastenzeit will ich ergründen, wie ich ohne Macht klarkommen kann.

+ Gelobt sei Jesus Christus

 

Holzweg durch den Matsch

Holzwege gibt es in Finnland viele. An den Straßen weisen Schilder mit der Aufschrift Luontopolku auf Wanderpfade hin. Darin befinden sich Abschnitte, die mit Holzbohlen begehbar gemacht werden. Die helfen dem ambitionierten Touristen, durch unwegsames Gelände zukommen und viel Schönes zu entdecken.

Dieses Foto wurde übrigens in NRW gemacht.

Die Zeit zwischen Winter und Frühling ist voller Wunder. Wir suchen die Orte auf, an denen wir später im Jahr Bärlauch pflücken werden. Erleichtert stellen wir fest: es wird hier nicht gebaut und der Müll hält sich in Grenzen.

 
 

Schau doch meine Hände an

Gebärden für Android und iPad/iPhone; eingängige Infos, schöne Bilder. Ein evangelisches Angebot.

 

Unser Klostercafé: inklusiv und exklusiv – BENEDIKTINERINNENABTEI ST. HILDEGARD

Es müsste mehr inklusive Betriebe geben.

Und: Ja! Am Aschermittwoch eröffnen die Benediktinerinnen in Rüdesheim-Eibingen ihr Klostercafé neu.