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Mein Morgengebet

Ein Morgengebet ist ganz anders als alle anderen Gebete.

Morgens werde ich mit der aufgehenden Sonne wach.
Bevor der Tag da ist, beginnt das Aufwachen.
Ich spüre mich.
Vögel zwitschern.
Autos fahren.
Regen rauscht.

Ein Lied ist in mir bevor ich aus dem Bett bin.
Ich habe Zeit.
Ich bin alleine.

Morgens mache ich alles so wie es kommt.
Es gibt kein Nachdenken.
Langsam bewege ich mich durch die Wohnung,
putze die Zähne,
mahle Kaffee,
schaue aus dem Fenster.

So bete ich manchmal eine ganze Stunde lang,
manchmal nur 10 Minuten.

An manchen Tagen bricht etwas in mein Gebet.
Aufgaben, Sorgen, Pläne, Erinnerungen.
Wenn ich bis dahin wach genug bin, ist es nicht schlimm.
Ansonsten brauche ich Halt.
Es gibt die Twaudes auf Twitter
oder das Stundengebet Te Deum.

Gemeinsames Beten stärkt mich.
Aber auch so weiß ich, dass Gott da ist.

Der Tag kann beginnen.

Im Winter ist es sehr schwer. Es ist viel Dunkel den ganzen Tag. Sonne auf Schnee ist schön. Kälte finde ich nicht schlimm. Aber das Dunkel. Ich komme morgens kaum in die Gänge. 

Aber auch der Winter geht vorbei. Im besten Fall ist es eine Zeit der Ruhe.
Der Winter ist ein bißchen wie Tod.