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Vom linken Niederrhein ins Ruhrbistum
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Dorothee Janssen

November von innen

Der Tee ist frisch und duftet. Draußen ist es im Verlauf der Woche kälter geworden. Erst liefen wir noch im T-Shirt rum, dann deckte der Nebel alles zu. Das war im Rheingau. Jetzt bin ich wieder im Ruhrgebiet. Drinnen ist wärmer als draußen. Kraniche rufen uns was zu, aber wir verstehen es nicht richtig. Sicher war es etwas wie: "Macht s gut. Wir kommen nächstes Jahr wieder."

Dorothee Janssen

Ein Wochenende im Oktober mit LUKi

Jedes Jahr trifft sich der harte Kern des Vereins. Haus Lioba in Fulda schält sich als Tagungsort der Wahl heraus (auch wenn der Anschluß an das Internet eine Herausforderung bleibt). Und weil wir Digitalisierung lieben, gibt es immer Möglichkeiten, sich online zu beteiligen. Der Johannes hat ein Mumble eingerichtet. Er ist evangelischer Pastor und mehr Digitale Kirche als das Barcamp Kirche sich träumen lässt. Der Uli hat das Plakat entworden.

In diesem Jahr wählen wir zum ersten Mal einen anderen Vorstand als sonst.

Dorothee Janssen

Grün im Ruhrgebiet

der Sommer

die Bäume

die Bank

Foto: Erich Janssen

Dorothee Janssen

Kelten, Gallier, T-Shirt

Immer, wenn ... na, Sie wissen schon: Dann muss ein Asterix her.

Dorothee Janssen

Wer ist hier eigentlich zuständig?

Wir sehen hier auf Anhieb einen Bahnsteig. Ein Leitsystem für Blindenstocknutzende ist vorhanden. Dieses führt genau über einen Gullideckel. Der Gullideckel an sich ist bereits ein Hindernis, aber dann auch noch dies: Die Wegmarkierung hat auf dem Deckel Brüche. Wie sich das wohl für jemanden anfühlt, der mit Blindenstock unterwegs ist?

Ich warte auf den Zug

Wen müsste ich ansprechen, um auf diesen Mangel hinzuweisen? Ich höre den Wenauchimmer sagen: "Das tut uns wirklich sehr leid, aber was sollen wir machen? So ein Gullideckel ist wichtig. Das werden sie einsehen. ... ." Ich habe schon keine Lust mehr zuzuhören. Vielleicht liest jemand das hier und weiß mehr und kann da was machen.

-Westerbauer -Bahn

Dorothee Janssen

Der Weg des Lebens

Holz, Grün und ein Schmetterling.

Heute war es zu heiß zum Bewegen. Da saßen wir lieber am Rand auf der Bank, tranken Wasser und sahen E-Bikes kommen und schwinden.

Leckeres wächst zwischen den Brettern. Das ahnt auch der Schmetterling.

Dorothee Janssen

Schlamm

Der Boden im Wald ist vollgesogen. Das Wasser quillt gemächlich aus dem Boden und rieselt erst und fließt dann schräg hinab bis es keine Neigung mehr gibt. Die Waldarbeiter fanden nur schwer Halt auf dem glitschigen Untergrund. Jetzt ist der Baum ab, die Arbeit geschafft, das Holz abtransportiert. Sie stehen am Büdchen vor dem Bahnhof, wo es in der Stadt die beste Currywurst gibt. Ihre Hoffnung richtet sich auf den Rest des Tages, den Verein, das Fernsehprogramm. Sie geraten in eine Diskussion um Politik, aber sie sind zu müde, um noch ihren Standpunkt zu behaupten.

Im Wald ist immer noch keine Ruhe eingekehrt. Jugendliche haben einen mobilen WLan-Router aufgestellt. Einige kümmern sich um die Technik, andere sehen sich aufmerksam um. Der Ort ist ideal. Sie schnuppern den Duft des frisch geschlagenen Holzes, betrachten die Spuren der Arbeit und bleiben vor dem Wasserlauf stehen. Die Arbeiter hatten eine Kerbe in den Waldboden gezogen, damit das Wasser wenigstens an einigen Stellen in eine Richtung abläuft, die sie bestimmen können. Die Vögel drehen jetzt noch einmal so richtig auf. Die Jugendlichen müssen lachen. Sie drehen einen Beitrag für ihren Youtube-Kanal.

Dorothee Janssen

Donnersberger Warte, die Langobarden und der Klimawandel

Von der Donnersberger Warte aus hat man einen wunderbaren Blick in Richtung Obermarsberg, wo die Stiftskirche über einer durch Karl den Großen zerstörten Stätte der Irminsul steht. Den historischen Ort der Zerstörung findet man in der Krypta. Er ist durch den Altar des Heiligen Sturmi gekennzeichnet. Karl der Große hatte die Sachsen geschlagen und, nachdem er zwischendurch woanders zu tun hatte, noch mal geschlagen. Für Kinder gibt es rund um die Stiftskirche mit einem Rittersymbol markierte Stätten, an denen auf kleinen Tafeln alte Geschichten erzählt werden. Unter anderem diese:

Der Sachsenkönig fand den Schlüssel zum Geheimgang nicht. In der Nacht davor hatte er geträumt von dieser Situation und in dem Traum hatte er mit dem Fuß aufgestampft, woraufhin ihm der Schlüssel vor die Füße fiel. Nun versuchte er es also auch in der Wirklichkeit - und siehe da: es funktionierte.

Karl der Große hatte die Ereseburg kurzzeitig aus politischen Gründen verlassen müssen. Er war zwischen Spanien und der Eresburg und dann wieder Italien unterwegs, um die Sachsen und andere Völker endgültig zu unterwerfen. Beeindruckende Strecken, die der Herrscher zurücklegen musste, um sein Reich zusammenzuhalten und seine Interessen zu vertreten. So viele Völker, so viele Sprachen, so viele Gegenden. Berge, Meere, weite Wälder. Nehmen wir mal ein Beispiel: Wer waren eigentlich diese Langobarden? Sie stammten aus Nordeuropa, vielleicht Skandinavien, siedelten irgendwann um (Völkerwanderung) und fielen schließlich im heutigen Italien ein, wo sie zwar die Sieger blieben, aber im Laufe der Jahrhunderte ihre eigene Kultur in der römischen Kultur aufging. Einfallen konnten sie in Italien nur, weil das oströmische Reich woanders zu tun hatte. Dieses Machtspiel begann im 6. Jahrhundert und zog sich dann hin.

Die Stadtbüchereien haben in der Regeln noch Meyers Illustrierte Weltgeschichte in ihren Regalen. Im Band 9 - Entstehung der großen Religionen - findet sich allerhand Spannendes über die Entstehung des Christentums. Die Langobarden waren zum Teil Arianer. Wußten Sie das?

Damals schrieb Benedikt seine Regel auf, das Mönchtum breitete sich als Lebensform aus, denn im Kloster war es sicherer als in der wilden Welt, und Gesetze wurden verläßlich formuliert als eine Entwicklung aus römischen, germanischen und christlichen Rechtsvorstellungen.

Die Donnersberger Warte wurde erst Ende des 14. Jahrhunderts erbaut. Damals diente sie den Obermarsbergern als Beobachtungsturm. Unser Dank gilt denen, die den Turm in Stand halten, so dass man hochsteigen kann, in die Weite schaut und dabei der Blick auf die Stiftskirche in Obermarsberg trifft. Die hat noch mal ihre eigene Geschichte.

Frische Luft beim Betrachten der Landschaft.

Da kommen einem so manche Gedanken über die Entwicklung des Christentums. Wenn wir nicht ständig in Bewegung wären und immer neu Formen für unseren Glauben fänden, wäre er längst tot. Dass die mächtigen Langobarden die römische Kultur nicht zerstören konnten, ist bedenkenswert. Dass es Jahrhunderte dauerte, bis wir endlich in der Lage sind die Menscherechte zu formulieren und ihnen zur Durchsetzung zu verhelfen, ist ebenfalls bemerkenswert. Mit dem Blick über das Land, den vielen Gedanken und neuen, alten Informationen kann ich meine Sorgen und Hoffnungen in die Weltgeschichte einfügen. Ich komme zu dem vorläufigen Schluß, dass bis jetzt der Fortschritt auf allen Gebieten unübersehbar ist.

Dorothee Janssen

Holzschlag

Wanderung im Elbschetal.
Ein Hof, auf dem Fasanen gezüchtet werden.
Der Weg ist öffentlich, aber durch gefällte Eichen und deren Geäst nicht benutzbar.
Ein Mann schichtet Eichenscheite auf einem Stapel und bedauert,
dass hier niemand gehen kann. Umkehren, einen anderen Weg suchen.
Der Bus wird wohl weg sein.
Aber dann kommt der Mann mit seinem Geländewagen gefahren und bittet uns einzusteigen.
Er bringt uns den langen Weg bis zum Aufgang des Pfades,
der durch den Wald zur Hauptstrasse führt. Ich frage, ob er hier fahren darf.
Er sagt, er sei hauptamtlicher Jäger.
Der Weg zieht sich. Wir können den Bus nicht mehr erreichen - denken wir.
Aber der Bus hat 10 Minuten Verspätung. Die Freude ist gross.
Wir hätten eine Stunde warten müssen.

Dorothee Janssen

Holzweg durch den Matsch

Holzwege gibt es in Finnland viele. An den Straßen weisen Schilder mit der Aufschrift Luontopolku auf Wanderpfade hin. Darin befinden sich Abschnitte, die mit Holzbohlen begehbar gemacht werden. Die helfen dem ambitionierten Touristen, durch unwegsames Gelände zukommen und viel Schönes zu entdecken.

Dieses Foto wurde übrigens in NRW gemacht.

Die Zeit zwischen Winter und Frühling ist voller Wunder. Wir suchen die Orte auf, an denen wir später im Jahr Bärlauch pflücken werden. Erleichtert stellen wir fest: es wird hier nicht gebaut und der Müll hält sich in Grenzen.

This is not the end