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Dorothee Janssen

Du sollst niemals aufgeben

3 min read

Ein durchaus intelligenter Mensch hat auf meine Begeisterung für das aktuelle Bischofswort mit geifernden Ausführungen über die Unbelehrbarkeit der Kirche und den seit 10 Jahren unbearbeiteten Missbrauch-Skandal reagiert. Jeder Gesprächsversuch lief in eine Wand aus Wut und Enttäuschung. Synodaler Weg? hahahahaha. Lächerlich.

Die Meldung

Die Presseabteilung des Bistums Essen behauptet, das Bischofswort sei in jeder Kirche des Bistums verlesen worden. Aber das ist es mitnichten. Alleine mir sind eine handvoll Priester bekannt, die das nicht getan haben. Den Einen ist das Ganze zu lang, den Anderen inhaltlich zu forsch. Sie wären froh über die Einschätzung des oben erwähnten durchaus intelligenten Menschen. Sie würden eifrig mit ihren Köpfen nicken. Denn jeder, der dieses Bischofswort nicht liest, ist ein Gewinn für ihre Sache.

Nun hat dieser oben erwähnte durchaus intelligente Mensch das Bischofswort durchaus ... hm ... naja, immerhin quergelesen (ich bin Zeugin), immer wieder wütend unterbrochen von Funden, die er als Beweise seiner Enttäuschung und Mißachtung aufführen konnte. Nein! Nichts wird anders. Nichts. Erst durch eine Zeugin erfuhr ich, dass dieser Mensch Christ ist. Also sprach ich ihn an auf Glauben und Christsein. Aber er war in Fahrt. Er war wütend. Nichts, gar nichts konnte ihn da raus holen. Kirche ist ... . Schrecklich. Nun. Können wir dann über unseren Glauben sprechen? *Wut* Können wir beten? *Es kommt doch alles zu spät*

Vielleicht möchten Sie das Bischofswort lesen?

Der Trick an der Sache ist: Wir sind gefordert. Der Bischof fordert zu Gemeinsamkeit auf. Wir. Ein Wir, zu dem wir alle gehören. So hieß es bereits im Bischofswort 2019. Und seitdem ist Einiges in Bewegung. Im Grunde war auch vorher schon Einiges in Bewegung. Aber solange durchaus intelligente Menschen behaupten, der Bischof von Essen würde Homosexualität verbieten, solange sie in ihrer Wut und Enttäuschung verharren, wird ihre self-fullfilling prophecy in Erfüllung gehen.

In einer unserer Gemeinden gibt es eine Gruppe, in der Menschen über Gemeindeentwicklung sprechen. Ihnen gefällt der Pfarreientwicklungsprozess nicht. Sie finden, dass sich nichts bewegt. Sie treffen sich und treffen sich und treffen sich. Und nach 2 Jahren, in denen sie sich trafen und trafen und ... haben sie Plakate mit ihren Themen im Pfarrsaal aufgehängt. Der Pfarrer hat sie abhängen lassen. Ein willfähriges Gemeindemitglied hat sie in den Papierkorb gepresst. Viele haben lamentiert, Viele haben gelächelt. Ein Gemeindemitglied hat die Plakate aus dem Papierkorb geholt, geglättet und wieder aufgehängt. Da hängen sie nun. Und wer willig ist, liest darin. Und manche nehmen einen Stift und schreiben was dazu. Wollen wir mal sehen, wer den längeren Atem hat.

So geht Gottvertrauen.

Dorothee Janssen

2020

4 min read

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es vielerorts "zwanzigzwanzig" heißt, wenn es um das neue Jahr geht? Witzig, oder? Als wäre zweimal 20 kleiner als 2 Tausender plus einmal 20. Kommt es vom Schriftbild? Mit Sicherheit wird es darüber Aufklärung geben.

Die Informationsflut spült allerhand Unbrauchbares mit sich. So auch die "20iger". Wir sind also in den 20igern. Irgendwas mit CanCan und Tanz auf dem Vulkan und alle nicken weise, als hätten wir  es geahnt und wüssten auch, worum es geht. Überhaupt ist die Menge an möglichem Wissen erwürgend und bei partieller Übersicht irgendwie ernüchternd: Besser wird es mit dem vielen Wissen auch nicht. Was uns fehlt:

Algorithmen

Es müsste so Dinger geben, die das Ganze in etwas Schönes überführen. Als würde ein Algorithmus Milliarden von Mikroglassplittern zu bezaubernden Bildern ordnen (oder formen?).

Diese Algorithmen sorgen für ein überschaubares Gesundheitssystem, quasi, aber die Politik ist ein bisschen überfordert, denn man kann ja nicht alles wissen und so sind bereits Sicherheitslücken in der Software bekannt, die die Chips auf unseren Gesundheitskarten steuert. Nicht, dass wir das nicht geahnt hätten.

Ich finde Algorithmen schön und wichtig. Ich mag es, wenn einem Dinge erklärt werden und wenn Zusammenhänge logisch sind.

Fill Particles for Animated Object Algorithm from PING on Vimeo.

Darum gefällt mir Mathematik und ich mag animierte Videos.

Aber da gibt es etwas, das ständig die Schönheit von Perfektion durchbricht. Es ist Krankheit, Behinderung, Unfähigkeit, Ahnungslosigkeit, Versagen, Zerbrechen. Wie bedeutend diese Worte für unser Leben sind, wissen wahrscheinlich nur die, die spüren, was es bedeutet, krank, behindert, unfähig, ahnungslos zu sein und versagt zu haben und zu zerbrechen. Die Kurve kriege ich mit den Menschen, die betroffen sind und / oder dem nicht aus dem Weg gehen. Dieser Tage wieder perfekt erfahrbar bei der Übertragung eines komplexen Textes in Leichte Sprache. Zwei Menschen mit Lernbehinderung prüfen die Übertragung unabhängig voneinander und machen auf unbestechliche Weise deutlich, wo der Ursprungstext verschleiert und wie schöne Worte zu bedeutenden Worten werden können. Beispielsweise lässt sich nichts über Heimat schreiben, ohne Heimatlosigkeit und Fürsorge zu nennen. Und wir können nicht vom Synodalen Weg sprechen, ohne alle Menschen mitzunehmen (also nicht nur Delegierte). Wir können nicht die Bergpredigt lesen, ohne vor den Koonsequenzen zu erschrecken. Wenn wir es doch tun, sind wir abgestumpft und können nicht mehr als Zeugen oder Zeuginnen des Evangeliums verstanden werden. Die Prüferin der Leichten Sprache fragt, ob es nicht ein leichteres Wort für Synodaler Weg gibt. Und nachdem wir über die Bedeutung gesprochen haben, findet sie auch, dass "gemeinsamer Weg" keine Alternative ist. Sie versteht, dass sie Teil des Weges ist und das niemand weiß, wo es lang geht. Sie versteht, dass sie mitmachen muss, damit der Synodale Weg gelingt. Und sie macht mit.

Jetzt wird es ernst

2020 werden wir zerbrechen. Weil wir die Bergpredigt wieder ernst nehmen und keine Sachzwänge zulassen können. Aber wir können nicht anders. Was sollen wir an den Fleischtöpfen, wenn wir aus der Sklaverei befreit sind? Kann sein, dass wir in der Wüste verhungern werden, aber wahrscheinlich ist das nicht. Einfach mal wieder die Bibel studieren, an einen einsamen Ort gehen um zu beten. Ich freu mich drauf

Dorothee Janssen

Dorothee Janssen

Edekas Weihnachtsbotschaft

1 min read

zum Lachen

In unserer Kirche beschäftigen wir uns mit uns selbst. Zum Beispiel: Wie kriegen wir die ganzen Gottesdienste gestemmt. Alle jammern. Außerdem ist alles so stressig. Zum Weglaufen. Die Botschaft ... geht unter? Nein, natürlich nicht. Ich guck mal. Gewöhnlich befassen sich Printmedien damit. Das ist ruhiger als Blinkblink im Internet mit Bildern und Musik und ganz viel Kommentaren, auf die man dann auch noch antworten muss. Aber in diesem Jahr hat Die Zeit mich echt enttäuscht. Im Grunde kauen alle Jahr für Jahr das Gleiche wieder. bääh

überlassen wir es Edeka

Fetten Dank an Paul Nowak, der mit Riesenbegeisterung seine Filiale in Iserlohn führt und in seiner Weihnachtsbotschaft an alle eingetragenen Freunde, Verwandte und Kunden auch seinen "Verein" zur Sprache kommen lässt.

Man kann die Weihnachtsbotschaft nicht unterdrücken. Man kann sie nicht in Sorgen und Ängsten vernichten. Sie sucht sich ihre Wege.

Dorothee Janssen

Adventsstress - die 100drölfte

4 min read

Seit ich denken kann heißt es, die Adventszeit sei stressig, dabei solle die eine Vorbereitungszeit auf Wiehnachten sein. Den Vogel schoss in dieser Woche eine Nachbarin ab, die sich das Genöle um den Weihnachtsstress anhörte und dann sagte, sie fände den Advent immer schön gemütlich, in ihrer Wohnung seien viele Lichter. *Grinsekatze* Das kommt von einer, die nie Zeit hat und Sorgen, die sie nicht teilt, weil die immer gleich bleiben. Sie lässt sich ihre Gemütlichkeit jetzt aber nicht von den Sorgen anderer kaputt machen. Das ist ja auch was. Frage mich halt nur, ob das im Sinne dieser Zeit ist. Fragemich rhethorisch. Versacken will ich in Genöle natürlich auch nicht. Eher das Ziel fest vor Augen haben.

Einkaufen, ÖPNV, Haltestellen, Bahnsteige, Weihnachtsmarkt ... und von Kirchensseite noch Adventsfenster ("Warum kommen Sie eigenlich nie zu unserem Adventsfenster?"), ungeklärte Erwartungen um traditionelle Gottesdienste, Todesfälle, Krippenspiele.

Jammer ich rum?

Meine Aufgabe ist es (und die wird an mich herangetragen) für Menschen ohne Hoffnung da zu sein. Das ist mein Beruf, das habe ich studiert, darin habe ich mich weitergebildet, das sagt mir meine Hoffnung, mein Glaube, meine Liebe, da sind die gelingenden Wege und das Gesetz Gottes. Und da bin ich zufrieden. Abends bin ich erschöpft, manchmal komme ich erst in der Nacht heim und muss früh raus. Das ist gut so.

Was nicht gut ist: Das unbedingte Beharren auf ein privates Recht auf Gemütlichkeit.

Da mach ich nicht mit. Manchmal kann ich mich dem nicht entziehen. Das saugt Energie hab. Grinsekatzenfressen mit Kerzen in den Händen und Glühwein und Tüten voller Black-Friday-Erjagtes. Vorräte anlegen, Up-to-date sein, dem Zeitgeist ins Gesicht lächeln und hoffen, nochmal davon zu kommen.

In unserer Stadt haben wir ein Auge auf Obdachlose. Das ist gut. Es gibt Aktionen mit Geschenken, kleinen Feierlichkeiten, man gibt auch mal was in den Hut. Die Profis machen ihre Arbeit gerne. Das merkt man ihnen an. Sie haben die Würde der Müllwerker, die sich mit Selbstbewusstsein aus ihrer Schmuddelecke erheben. Es braucht viele Menschen für die Arbeit, die Menschen im Blick hat. Pflege bräuchte mehr Arbeitsplätze und bessere Bezahlung. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Auch wenn es hier mit reinspielt. Denn alles, was mit Gemeinwohl zu tun hat, ist bei uns in Deutschland immer noch dem Wachstum untergeordnet. Wir packen nur Dinge an, deren Gelingen gesichtert ist und wundern uns dann, dass dieser BER einfach nicht eröffnet werden kann. Man kriegt es nicht hin. Es sind Turmbaue zu Babel im 21. Jahrhundert. Wir verstehen einander nicht mehr. Nicht, dass wir uns je verstanden hätten bei diesen großen Zielen. Der Turmbau zu Babel ist lange her und in der Zwischenzeit ist manches mit Blut und Tränen entstanden, dass mit Blut und Tränen in Trümmer geschossen wurde.

Im Advent finde ich Orte, an denen Menschen freundlich sind und an denen sie gerne freundlich sind. In manchem Café können sie das erleben. Da hat das Personal viel Freude an der Deko und überlegt sich was Nettes für die Gäste. Auch die Aktion der Offenen Kirchen im Advent könnte sich zu sowas Wohltuendem entwickeln. Offene, warme, gut ausgeleuchtete Kirchen mit schöner Musik und Plätzen, auf denen man es aushalten kann.

Letzens war ich vor Öffnung der Geschäfte und Cafés unterwegs und musste mal ganz dringend und kein öffentliches Clo in der Nähe und kalt war es auch, klirrend kalt. Kirche zu, Gemeindehaus zu, Schlüssel nicht zu kriegen. Im Kindergarten konnte ich in netter Atmosphäre eine Toilette benutzen, was nicht vorschriftsmäßig war. Sie hatten eine fremde Frau reingelassen. Sie waren freundlich und es hieß: "Gerne!" mit einem zugewandten Lächeln. Die Frauen in dem Kindergarten wissen um die Not, dringend auf die Toilette zu müssen. Es scheint aus der Ferne eine Kleinigkeit zu sein. Es ist eine Not. Ich bin dankbar.

Umkehr. Jetzt aber echt.

Dorothee Janssen

Wieder was gelernt: Nicht zu viele Gedanken machen, kein Kopfkino, kommt eh anders

5 min read

Es gibt Verse in der Bibel, die ich nicht verstehe. Aber im Laufe meiner zigjährigen Lerngeschichte, konnten einige Weisheiten der Heiligen Schrift in meinem Leben, hm, ich würde sagen: materialisieren.

Zum Beispiel

Macht euch keine Sorgen, ob ihr das Richtige sagen werdet. Übt nicht für eure Verteidigung. Der Heilige Geist wird durch euch sprechen.

Die Geschichte dahinter

Vor vielen Jahren zerbrach eine Freundschaft. Das hätte nicht passieren dürfen. Es gab Gespräche, aber nichts half. Dann sahen wir uns Jahrzehnte nicht. Aber weil Freundschaft wie Familie ist und nicht kaputt gehen kann von meiner Seite, habe ich immer wieder darüber nachgedacht, wie eine zufällige Begegnung wohl ausgehen würde. Was würde ich empfinden und was würde ich sagen? Was würde ich sehen und hören? Wie könnte ich richtig reagieren? Ich stellte mir vor, dass Wut und Hilflosigkeit die Begegnung dominieren würden.

Die Lehre

Dann kam der Tag der zufälligen Begegnung. Auf der Straße. Augenblicklich und ohne Worte.

Mir war klar, dass ich wie gelähmt sein würde. Aber so war es nicht. Ich setzte meinen Weg fort und spürte aus meinem tiefen Inneren ( das ich nicht analysieren und nicht steuern kann ) große Dankbarkeit aufsteigen. Ich war nicht zu Tränen gerührt, ich war nicht handlungsunfähig.

Es war gut. Wir hatten eine gute Zeit. Und es war gut, dass diese Enttäuschung früh kam. In viele Beziehungs-Fallen, in die andere tappten, bin ich nicht gegangen. Für mein ganzes Leben hatte ich gelernt, die Lüge im Ausdruck meines Gegenüber zu erkennen. Es liegt nicht an mit, zu urteilen. Aber ich kann mich schützen.

Und ich bin Dankbarkeit für die Erfahrung gelungener Freundschaft, auch wenn sie sich letztlich als kaputt erweisen musste. Eine Zeitlang konnte ich daraus Kreativität und Energie schöpfen.

Der Rest

Es gibt noch viele Jahre, in denen ich mit vielen Menschen klar kommen muss. Mein Vertrauen ist erschüttert, aber offensichtlich nicht tief genug. Ich kann mich auf etwas verlassen, dass so tief in mir grundgelegt ist, dass es nicht zerstört werden kann. Manche mögen das seltsam finden. Aber es ist ja meine Erfahrung und ich spreche nur für mich.

Die Heilige Schrift

Matthäus 10, 5 - 42

Jesus sendet seine Jünger aus. Sie sollen sich keine Sorgen machen. Das Ganze liest sich blauäugig und die Jünger sind keine Helden. Wir gehen heute mit der Kirchenkrise in unseren Pfarreien und Gemeinden und Seelsorgeeinheiten und Pfarrverbünden ganz geerdet um. Die Entscheidungsträger in den Gremien können nicht an eine Kraft jenseits des Geldes glauben. Den Satz "Ohne Geld geht gar nichts" hören wir öfter als ein Wort von Jesus. Aber ich verlasse mich lieber auch den Heiligen Geist.

Das Ringen um die richtigen Entscheidungen in der Kirchenkrise

Zu wenig Gläubige, zu wenig Seelsorger, zu wenig Berufungen, zu wenig Geld. Eins bedingt das andere. Zu wenig Gebet und zu viel Lagerbildung. Dann kommt es zu solchen Szenarien:

https://www.katholisch.de/artikel/23679-hallermann-gemeinden-werden-zu-sehr-wie-unternehmen-betrachtet

https://www.katholisch.de/artikel/23703-die-glaeubigen-sind-nicht-nur-theologische-leistungsempfaenger

Aber das bedarf keiner Antwort. Wir debattieren und diskutieren. Wir werden Wege finden, die Kirche wird es auch in 100 Jahren noch geben. Nur wird sie sicherlich völlig anders sein als heute. Und wer den Sinn der Sache ausblendet ist abgemeldet. Und damit meine ich nicht die Armen. Ernsthaft: hier werden Sie keine Antworten finden. Nur meine ganz persönlichen Lebenserfahrungen, die mich prägen. Es ist ja ein öffentliches Tagebuch. Zu diesen Lebenserfahrungen gehört, dass ich nicht nur Mitglied der katholischen Kirche bin, sondern das Bistum Essen meine Arbeitgeberin ist. Ich muss Dienstanweisungen Folge leisten. Und ich darf davon ausgehen, dass wir Schwestern und Brüder sind. Wenn wir, wie es im Bistum Trier geschieht, die Hierarchie zur Hilfe nehmen müssen, um unser Recht durchsetzen zu können, ist es schwer einzusehen, wo wir da noch als Volk Gottes unterwegs sind. Die Überschrift des Artikels scheint auf Unternehmensstrukturen hinzuweisen. Aber es geht darum, dass wir in den größer werdenden Pfarreien, Gemeinden, Seelsorgeeinheiten, Pfarrverbünden, ... den Bezug zueinander verlieren und die Hirten in ihrer Funktion nicht mehr handlungsfähig sind. Das lässt sich imho nicht mit Paragraphen lösen. Da müssen wir schon den Blick auf die Menschen, auf uns, auf veränderte Lebensbedingungen richten und möglicherweise die verstopften Ohren (die wir abdichten, damit nicht zu viel in uns dringt und wir in Ruhe arbeiten können) öffnen für ... . Sie wissen schon.

Dorothee Janssen

Dorothee Janssen

Dorothee Janssen

Der Synodale Weg : Wir haben ein Logo und ein Netzwerk einiger Generalvikare

2 min read

Wir haben Pluralität, auch in der Kirche.

Ein Regensburger Bischof zeigt sich irritiert (das bescheuertste Wort, wenn es um Streit geht, um Wut und Zorn und Fassungslosigkeit, die nicht zugegeben werden kann, weil wir ja höflich sind), dass der Ruhrbischof die Weihe von Frauen nicht für unmöglich hält. Durch "die Medien" (auch so ein Containerwort) wird daraus stille Post. In Wirklich hat der Ruhrbischof gesagt, es sei in unserer Zeit nicht mehr zu vermitteln, dass Chromosomen den Unterschied machten. Aber auch das hat er nicht gesagt. Lesen Sie selbst. Es ist ein Artikel auf katholisch.de, die es immer wieder in die Schlagzeilen schaffen.

Wir haben ein Logo, jetzt kann der synodale Prozess beginnen. Rand eines Kreuzes, unten links mit blau beginnend die Regenbogenfarben, der rechte Kreuzbalken hat die Form eines Wegweiser, rechts dadrunter steht: Der Synodale Weg.Während es in den oberen Etagen im Karton rumpelt, retten aller Orten Gemeinden ihre Pfründe bzw. sehen ihre Felle davonschwimmen. Es ist zum Mäusemelken. Als hätte niemand von denen jemals von Veränderung gehört geschweige denn vom Zug des Volkes Israel durch die Wüste gelesen, die doch nochmal zurück in die Wüste mussten, weil sie Gott nicht zutrauten (und sich selbst schon gar nicht), dass er sie ins gelobte Land führt, in denen mächtige Völker mit Waffen lebten, Riesen. Aber auch das können Sie gerne selber lesen. Sie wissen ja, wo es steht.

Der Synodale Weg erhält Rückenwind von einige Generalvikaren (also würde man im Boot sitzend ins Segel pusten).

Kennen Sie eigentlich The Women The Vatican Could Not Silence? You should not miss this. It takes a long time, it is not just a clip. Listen and think it over.

Dorothee Janssen

Diversität in Finnland im Sommer 1828

1 min read

Zitat aus dem Buch "Der Wanderer" von Elias Lönnrot

"Und dergleichen Unterschiede könnte man in Menge sammeln, da beinah jedes Kirchspiel seine Eigentümlichkeiten nicht nur in der Aussprache, sondern auch in der Benennung verschiedener Gegenstände hat. So antwortete mir z.B. ein Savoländer Bauer auf meine Frage, wie er das Tal nenne, durch das wir gerade gingen; er sagte: "In unserem Dorf nennen wir es noro, aber in einem anderen Dorf, das drei Viertelmeilen von unserem Dorf liegt, sagen sie notko, in einem Nachbardorf in der Gegenrichtung sagen sie alanko oder alainen maa, und manche sagen aaro dazu." Ich fragte weiterhin, ob sie nicht bisweilen Schwierigkeiten hätten, einander zu verstehen, wenn die Bezeichnungen derart variieren; er antwortete, dass jedes Kind auch die anderen Benennungen kenne und verstehe, auch wenn man seine eigenen behalte und benutze."

Leipzig, 1991, S. 98

ISBN 3-7350-0047-9 

This is not the end