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Dorothee Janssen

Gewissensfragen

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Heute war ich mit der Missionarin meines Vertrauens in einem der besten Cafés der Stadt https://www.cafedelangel.de/ . Sie war eingeladen, aber wir mussten trotzdem 10 Minuten über die Preise diskutieren. Der Platz im Garten ist liebevoll gestaltet und wird gerne und viel aufgesucht. Wir mussten dann nochmal über die Preise diskutieren. Es gibt 7 Möglichkeiten, einen Filterkaffee aufzubrühen, zwischen denen man wählen kann. Blödsinn, sagt die Missionarin meines Vertrauens. Die sollten da eine ordentliche Kaffeemaschine hinstellen, dann wären die Preise nicht so hoch. Sie lebt in Ghana in einem Slum. Nach dem Bezahlen fragt sie den Chef, ob sie mit ihrem Hauskreis für 2 € pro Tasse Kaffee auch willkommen wäre. Er will das mal durchrechnen.

Wir leben in verschiedenen Welten. Sie hat Ideen und packt die an. Ich halte den Ball flach. Ideen gibt es genug. Hin und wieder brauche ich Zeiten der Entspannung. Sie macht sich Sorgen um alles. Vor 30 Jahren war das anders. Da kamen ihr unsere Probleme in Europa läppisch vor verglichen mit denen in Accra. Sie ist älter, aber nicht ruhiger geworden. Wir diskutierten zum Vergnügen der anderen Gäste über die Heilige Schrift.

Wird Jesus im Alten Testament angekündigt?

Wir suchen Argumente und Bibelstellen und fragen nach dem Sinn dieser Idee. Und was bedeutet Leichte Sprache (das ist ja mein Thema)? Wieso gibt es so wenig Diakone in der katholischen Kirche? Sie wundert sich, dass ich hauptamtlich angestellt bin in der katholischen Kirche. Ich erzähle ihr nichts von dem schwelenden Streit um die Gemeindeleitungen. Die Gespräche an den Nebentischen sind längst völlig zum Erliegen gekommen. Ob es war ist, dass 90 % der Deutschen Heiden sind? Wie soll ich das wissen? 90 % halte ich für hoch gegriffen. Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, sind noch keine Heiden. Und wer in der Kirche ist, ist noch kein Christ. Am ausbleibenden Applaus merke ich, dass wir nicht unter Populisten sitzen.

Dorothee Janssen

Maudie - der Film

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In der vergangenen Woche war auf ARTE der irisch-kanadische Film Maudie im Programm, der noch einige Zeit in der Mediathek zu sehen ist. Eine Empfehlung, ein wunderbarer, langsamer, Film voll Spannung. Am Ende werden Sie sagen:

Bewundernswert, wie Maudie ihr Leben trotz ihrer Behinderung meistert

Aber in Wirklichkeit lebt Maudie schlicht ihr Leben. So geht es nach meiner Erfahrung den meisten Menschen, die mit einer Behinderung geboren wurden. Sie kennen sich nicht anderes und finden sich ok. Es sind die anderen, die das nicht verstehen und die Differenez zwischen normal und behindert betonen.

https://www.arte.tv/de/videos/092917-000-A/maudie/

Dorothee Janssen

Das Ganze vom Himmel aus gesehen

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Meine Mitmenschen werden mir alle im Himmel wieder begegnen - alle - in Ewigkeit. Vielleicht wird der Eine oder die Andere nicht dabei sein. Das wird sich zeigen. Der Punkt ist: Die Menschen, die in Ewigkeit mit mir sein werden, die kann ich hier nur lieben. Das ist doch klar. Sie stolpern und lernen wie ich, nur auf ihre Weise. Wenn wir einander nicht verstehen, liegt das in erster Linie an der Vielfalt der Lebensmöglichkeiten. Wir sind alle anders. Wie Schmetterlingsflügel bewirken wir Abläufe. Das ist mir völlig klar. Darum bin ich etwas nervös, wenn mir eine Lüge unterlaufen ist, mit der ich einen Streit oder eine unangenehme Situation verhindern wollte.

Ich richte meine Wohnung ein und pflege meinen Garten - für jetzt.

Ich plane Urlaub und Arbeitsablauf - nicht für die Ewigkeit, für jetzt.

Wie ich das alles mache, das mache ich unter dem Blickwinkel der Ewigkeit. Ich frage mich, ob das, was ich sage oder wie ich handel bestehen kann in Ewigkeit. Der Garten wird nicht mehr sein, die Möbel und all meine Bücher werden entsorgt sein, meine Kunstwerke werden vergessen sein, aber was ich gesagt und getan habe wird wie en Schmetterlingsflügelschlag (manchmal sicher auch wie ein Rhinzoerosgalopp) der Welt in Erinnerung bleiben. Nicht zu unterschätzen.

Dorothee Janssen

Schatten und Licht, der Roman für den Weg zur Arbeit und zurück

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Hilary Mantel hat eine Trilogie über Thomas Cromwell geschrieben und ich habe mir den 3. Band in Bus und Band auf dem E-Reader (dank Onleihe) gegönnt. 120 Seiten musste ich durchhalten bis ich drin war. Das lohnt sich, es sind 837 Seiten, und die sind fulminant. Cromwell hat Gründe, sich im Leben zurechtfinden zu wollen. Mit seinen Kindheitserfahrungen (dazu erfahren wir im 3. Band mittendrin genug; kein Grund, die ersten beiden Bände auch noch zu lesen) konnte Cromwell nur danach trachten, alle Fäden in die Hand zu bekommen. So beginnen Karrieren. Wir wissen, wie das endet. Auch das reflektiert der Lordsiegelbewahrer. Wir lesen von seinen ständigen Wortgewittern im Kopp und lesen irgendwann zwischen den Zeilen der Dialoge, ohne das uns jemand darauf hingewiesen hätte.

Sie finden wunderbar poetische zitierbare Abschnitte. Die habe ich mir gemarkert. Die gibt es demnächst zu Weihnachten.

https://www.perlentaucher.de/buch/hilary-mantel/spiegel-und-licht.html

Lesen Sie das Buch, wenn Sie wie ich auf dem Weg zur Arbeit und zurück Zeit zum Lesen haben. Dann sind Sie gut gerüstet auf dem Schlachtfeld und haben den Workout hinter sich, wenn Sie Zuhause ankommen.

Cromwell fragt sich an keiner Stelle, ob es auch anders gegangen wäre. Kann ich mit so furchtbaren Traumata ein anderes Leben führen? Auf Kontrollwahn verzichten? Am Ende weiß er, dass er Freunde hat. Es sind nicht die, die es hätten sein können. Aber wer zum Schwert greift, ... auch das wusste Cromwell. Cromwell war ein Christophorus, der es nur bis zum König geschafft hat. Ihnen und mir wünsche ich mehr.

Dorothee Janssen

Die Entwicklung des COVID-19 laut John Hopkins Universität in einem ausgewählten Zeitraum

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infinzierte + tote + gesundete Menschen und das Datum

82.168 + 2.801 + 32.897 am 27. Februar 2020

83.389 + 2.858 + 36.571 am 28. Februar 2020

86.983 + 2.978 + 42.139 am 1. März 2020

89.073 + 3.048 + 45.074 am 2. März 2020

90.936 + 3.117 + 47.995 am 3. März 2020

93.158 + 3.198 + 50.690 am 4. März 2020

95.416 + 3.285 + 53.278 am 5. März 2020

98.385 + 3.383 + 55.423 am 6. März 2020

102.188 + 3.491 + 57.389 am 7. März 2020

110.041 + 3.825 + 62.000 am 9. März 2020

114.448 + 4.026 + 64.156 am 10. März 2020

119.132 + 4.284 + 65.765 am 11. März 2020

126.258 + 4.638 + 68.266 am 12. März 2020

156.400 + 5.833 + 73.968 am 15. März 2020

169.387 + 6.513 + 77.257 am 16. März 2020

182.406 + 7.154 + 79.433 am 17. März 2020

198.155 + 7.954 + 81.960 am 18. März 2020

209.839 + 8.778 am 20. März 2020

234.073 + 9.840 am 21. März 2020

Die Zahlen beziehen sich auf die ganze Welt. Die John-Hopkins-Universität konzentriert ihre Veröffentlichungen nun auf die USA. Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht die für Deutschland bestimmte Zahlen.

307.280 + 13.049 + 92.378 am 22. März 2020

339.645 + 14.717 + 98.840 am 23. März 2020

381.598 + 16.559 + 101.806 am 24. März 2020

423.121 + 18.919 + 108.619 am 25. März 2020

480.446 + 21.353 + 115.850 am 26. März 2020

558.502 + 25.251 + 127.615 am 27. März 2020

601.478 + 27.862 + 131.826 am 28. März 2020

665.616 + 30.857 + 141.746 am 29. März 2020

741.030 + 35.114 + 156.838 am 30. März 2020

787.291 + 37.820 + 166.088 am 31. März 2020

859.796 + 42.341 + 178.301 am 1. April 2020

981.221 + 50.230 + 204.605 am 2. April 2020

1.066.706 + 56.767 + 223.697 am 3. April 2020

1.102.752 + 58.982 + 227.019 am 4. April 2020

1.213.927 + 65.652 + 252.391 am 5. April 2020

1.274.956 + 69.487 + 260.604 am 6. April 2020

1.350.523 + 74.856 + 285.327 am 7. April 2020

1.430.453 + 82.133 + 301.385 am 8. April 2020

1.603.330 + 95.758 + 355.983 am 10. April 2020

1.698.626 + 102.764 + 376.677 am 11. April 2020

1.787.766 + 109.691 am 12. April 2020

1.850.807 + 114.245 am 13. April 2020

1.920.985 + 119.686 am 14. April 2020

1.982.281 + 126.722 am 15. April 2020

2.064.815 + 137.078 am 16. April 2020

2.261.631 + 154.789 am 17. April 2020

2.347.875 + 162.013 am 19. April 2020

2.404.325 + 165.238 am 20. April 2020

2.501.156 + 171.810 am 21. April 2020

2.629.801 + 183.454 am 22. April 2020

2.858.489 + 199.874 am 25. April 2020

Mehr Informationen: https://covid19.who.int/

9.825.539 + 495.388 am 28. Juni 2020

Dorothee Janssen

Sarah Lesch, die Föderation und der Tod. Und ein Bücherschrank.

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Es gibt wirklich Liedermacherinnen und überhaupt gute Volksmusik (Folk, es heißt Folk) in Deutschland. Publik Forum weist in seiner aktuellen Ausgabe auf Sarah Lesch hin und ich finde sie gut (gehört, nicht gesehen). Dass sie auf Insta und Fatze streamt, ist bedauerlich, weil ethisch fragwürdig. Aber sie streamt auch über ihre Website und man kann virtuelle Eintrittskarten kaufen. Die Texte sind originell, wenn auch nicht Goethe oder Droste. Was soll 's. Aber inhaltlich und in den Bildern ausdrucksvoll. Die Musik ist mitreißend und zum Tanzen geeignet. hüpfen ! https://sarahlesch.de/

Seltsam, dass die CD bei Apple 9,99 €. Es ist ja auch keine CD, sondern nur im Appleversum. Warum ist sie nicht auf Jamendo zu finden? *seufz*

Aber die Musik ist schön. Ich lasse sie vom iPad per Bluetooth auf sonoro Prestige laufen. Klingt gut.

Der Freund eines Freundes ist gestorben

Du kannst da nichts machen. Dran denken, beten, am Tag der Beerdigung dran denken, beten, Kerze an. "Der Tod ist in der gegenwärtigen Heilsordnung eine Straffolge der Sünde", sagt die Dogmatik. Da hat sie bestimmt recht. Heben wir die Gläser auf ein besseres Leben, auf das wir uns hier vorbereiten, indem wir die Freundlichkeit pflegen und der Freundschaft nicht ausweichen (auch wenn es erfahrungsgemäß weh tut, wenn ein Freund stirbt).

In Wetter-Grundschöttel ein Bücherschrank

Das Ergebnis einer Quartiersmanagement-Aktion, bei deren Start ich dabei war, bis die Polbürger und die Platzhirsche ihre Plätze zurück verlangten, denn es ist ja alles ihrs. Das steht jetzt so auch am Bücherschrank, der stylisch daher kommt. Sogar die verkommene Bushaltestelle wurde aus dem Grund mit einer frischen Bemalung im Buchregalstil aufgehübscht.

Getzt könn Se gut Sarah Lesch hören https://youtu.be/pBfvHOnEIlU

 

Dorothee Janssen

Drohnenflug über der Abtei St. Hildegard, Rüdesheim-Eibingen

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Es ist leider Youtube. Was soll man machen. Aber weil ich an dem Tag selber vor Ort war und mit dem Piloten sprechen konnte, konnte ich nicht widerstehen:

https://youtu.be/AbhyUv6YkA4 .

Dorothee Janssen

Fernweh : Cotentin

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Kevin Bode singt und singt und singt über das wunderbare Cotentin.

Dorothee Janssen

Film: Hinterm Deich wird alles gut

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Denken Sie auch manchmal über die Zukunft nach?

Dieser Film sollte in die Kinos kommen. Jetzt kann man ihn immerhin auf Vimeo gucken. Viel Spaß.

HINTERM DEICH WIRD ALLES GUT from Hanno Hart on Vimeo.

Bei Vimeo wird der Film von Hanno Hart gehostet und so eingeführt:

"Hoch im Norden, an der wilden Westküste Nordfrieslands, verschreiben sich drei kleine Dörfer der Gemeinwohlökonomie. Sie machen Schluss mit der Wachstumsökonomie, Schluss mit dem Profitdenken, das unseren Planeten auffrisst. Hier ist Geld nur noch Mittel zum Zweck und der Zweck ist das Gemeinwohl: Menschenwürde. Gleichberechtigung. Nachhaltigkeit. Klima und Artenschutz.
Ein lebendiges Porträt der Macher mit ihren Dörfern und am Ende einem erstaunlichen Höhenflug. Statt Gegenwartskritik konkrete Zukunftsgestaltung."

Mehr zum Film: http://www.hartfilm.de/hinterm-deich-wird-alles-gut/

Dorothee Janssen

Gottvertrauen

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Mir geht ja schonmal der Geduldsfaden verloren. Das muss ich nicht beschreiben, das geht allen so. Aber warum kämpfen? Die Übertragung von Bibeltexten in Leichte Sprache führt mich immer wieder an das Eigentliche. Keine Ausreden. Das Gesetz Gottes und das Gesetz der Welt sind 2 unvereinbare Spielfelder.

In diesem Jahr habe ich bereits eine beeindruckende Erfahrung von Geborgenheit machen können, weil eine meiner schlimmsten Ängste sich nicht bewahrheitete. Ruhe und Gelassenheit. Seltsamerweise bleibt die Angst, aber sie ist leichter zu bewältigen.

Meise auf einem Fahrradsattel vor gelber Hauswand neben einem Busch. Die Meise schaut nach rechts. Ein Fenster in der Hauswand, davor auf dem Rasen ein Tischchen mit Blumentopf.

Jetzt wieder sowas:

Sie säen nicht, sie ernten nicht.

Ich bemühe mich sehr um einen guten Job und gutes Auskommen im Beruf. Es ist mühsam. Wir vertrauen einander nicht und Abläufe sind intransparent. Schlaflose Nächte und Verzweiflung. Dann fällt mir in einer Sache alles nacheinander in den Schoß. Erfolg auf ganzer Linie, der nicht mir gebührt. Aber es liegt nach den Gesetzen der Welt in meiner Verantwortung. Nach den Gesetzes Gottes ist es nichts als hinhören und Vertrauen.