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Abendgebet am Dienstag

Dienstag

Ich bete

Im Namen des Vater + und des Sohnes + und des Heiligen Geistes +

Amen

Ich denke an den vergangenen Tag

In den Sozialen Medien werden mir Geschichten angeboten. Ich erinner mich. Da sind immer wieder welche, die mir gut gefallen, die mich interessieren, die zu lesen ich noch nicht geschafft habe. Eine davon such ich jetzt aus und lasse mich ganz auf ihren Inhalt ein, auf ihre Stimmung und ihre Struktur. Es gibt einen Grud, warum ich sie lesen wollte, ganz gleich ob ich mich jetzt langeweile oder ärger oder begeistert bin.

So vielen Menschen begegne ich den ganzen Tag. Ich twittere und poste, ich kommetiere und teile. Viele beeinflußen mich, ohne mich zu kennen - und umgekehrt.

Ich bete

Guter Gott,

sieh auf die Menschen, die mir am Herzen liegen. Ich danke dir für sie alle. Sie begleiten mich so wie die Nachbarn und Kollegen, die ich beinah täglich um mich habe. Wir lernen voneinander. Hilf ihnen. Ich teile ihre Sorgen (). Amen

Ich höre

Was belastet mich noch?

Wofür bin ich dankbar?

In der Stille kommen Gedanken und Ideen hoch. Ich lasse sie zu und gebe sie in Gottes Hand.

Ich bete einen Psalm

In Erinnerung an die Psalmen, die ich bereits gebetet habe, bete ich:

Gott, du kennst mich und du läßt mich nie allein.

Manchmal ist das bedrückend, denn ich sehe dich nicht.

Hörst du meine Sorgen?

Verstehst du, wie ich es meine?

Siehst du auch die anderen?

Auch die, die nichts von dir wissen wollen?

Ich bin zu müde, um noch alles zu erledigen, was erledigt werden muss.

Ich vertraue dir meine Sorgen und meinen Dank an.

Sieh auch auf all die anderen Menschen und die Tiere,

sieh auf deine Schöpfung.

Schenke uns allen eine ruhige Nacht.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist

wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen

Ich singe oder höre Musik

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr. - Ein Lied von Huub Oosterhuis

Ich lese in der Bibel

Heute lese ich das Evangelium des letzten Sonntags in Leichter Sprache.

Woran erinner ich mich? Viele Evangelien habe ich schon tausendmal gehört. Die Gefahr ist groß, dass sie mir nichts mehr sagen. Die Leichte Sprache ist für mein Sprachempfinden ungenau und macht mich grade bei langen Texten ungeduldig.

Was bleibt heute von diesem Evangelium für morgen?

Ich bete das Vater unser

Gott ist der Vater aller Menschen.

Das meine ich nicht vereinnahmend. Ich erschrecke, wenn Menschen sich von meinem Glauben bedrängt oder abgestoßen fühlen. In meinem Bewusstsein ist Gott der Vater aller Menschen. In diesem Sinne bete ich, verbunden mit alle.

Ich bitte Gott um den Segen

Im Namen des Vater + und des Sohnes + und des Heiligen Geistes +

Amen

 

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