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Dorothee Janssen

Psalm 119, die Digitalisierung und das Christsein

3 min read

das Gesetz

Seit Beginn des Jahres beschäftige ich mich mit Psalm 119. Den ersten Abschnitt kann ich fast auswendig. Das ist gar nicht so einfach, weil er auf den ersten Blick meinem Freiheitsdrang widerspricht und auf den zweiten Blick auch noch um das Thema Gesetz kreist. Aber das Meditieren des Abschnittes A hat mich dem Verständnis des Gesetzes näher gebracht. Das Gesetz kommt von Gott. Es hilft dem Menschen, der es befolgt. Was genau das Gesetz ist, muss ich noch ergründen. Auch will ich hier gar nicht weiter auf Inhalte eingehen, aber ermutigen möchte ich schon, es selbst einmal mit diesem Psalm zu versuchen.

die Ordnung

Der erste Abschnitt (die Abschnitte bestehen aus 8 Versen und die sind nach dem hebräischen Alphabet benannt; ich nenne den ersten Abschnitt der Lesbarkeit halber A) bricht in meine derzeitige berufliche Situation, in der ich einerseits Forderungen genügen muss und andererseits die "Zeugnisse" (ein Begriff in Vers 2 des Psalmes) vermitteln soll. Das Vermitteln fällt schwer, wenn ich dauernd danach gucken muss, ob ich allen Erwartungen gerecht werde. Der Psalm fordert von mir, nach den Befehlen des Gesetzes zu gehen. Dieses Gehen ist wichtig und die Befehle sind wichtig. Gott hat seine Befehle gegeben, damit man sie genau beachtet (wieder ein Zitat aus dem Psalm).

das Aneignen

Verschiedene Übertragungen des Psalms in unsere Sprache helfen mir, dem Sinn der Worte näher zu kommen. Das Gesetz wird zu einer Erleichterung für mein Leben. Die Weisungen kommen von Gott. Ich gehe täglich meine Wege in dem Bewusstsein, dass Gott mit mir geht. Ich gehe nicht gerne, wenn mir etwas befohlen wird, von dem ich nicht erkennen kann, wie es mit dem Gesetz (von dem ich noch nicht sicher bin, was es genau in Worten besagt; es ist das Gesetz von Gott, eine Weisung für meinen Weg) zusammenhängt. Man erwartet von mir dies und das und ist enttäuscht, wenn ich nicht spure. Aber ich setze mich hin und versuche ruhig zu werden. Ich will Gottes Stimme hören und verstehen, was die Weisung besagt.

Wohin soll ich gehen?

Werde ich es schaffen?

Ist das hier jetzt der Weg, den Gott meinte?

das Umkehren

Ich bin selbstkritisch. Es soll kein Weg sein, der mich zu einem Frömmler macht. Aber geistlich soll mein Leben sein. Es reicht mir nicht, mein berufliches Handeln konzeptionell begründen zu können. Das haben wir gelernt, das können wir. Ich finde auf alles eine Antwort. Aber wenn es nicht von Gott kommt, ist es ungut.

Manches scheint notwendig: Der sonntägliche Kirchgang, das Beten, das Freundlich-Sein, die Werke der Barmherzigkeit, das Erfüllen von Pflicht.

Manches scheint fragwürdig: Die sozialen Medien, die Digitalisierung, der Zölibat, das Machtgefälle.

In dieser vorösterlichen Bußzeit will ich versuchen, die Befehle Gottes zu verstehen und sicher auf den Wegen zu gehen, die dem Gesetz Gottes entsprechen.

Dorothee Janssen

Hirtenbrief zur Bußzeit 2019 aus Limburg

1 min read

Meiner Meinung nach sollte jeder Mensch selber lesen. Wir können das. Die Hirtenworte und Neujahrsbotschaften des Jahres 2019 treffen auf offene Herzen oder verschreckte Hardliner oder verpuffen. In allen Botschaften steckt Inhalt. Es ist wunderbar, dass wir von Jahr zu Jahr eine Veränderung der Texte aus den Bischofshäusern beobachten können.

Nun auch hier der Link zum Hirtenwort des Bischofs von Limburg: https://bistumlimburg.de/beitrag/zeit-der-entscheidung/

Er trägt die Überschrift "Zeit der Entscheidung". Inhaltlich fordert er Entscheidungen, ohne den Zuhörenden das Schwert an die Kehle zu legen. Er macht deutlich, dass wir viele Probleme in unseren Pfarreien nur vor uns hinschieben. Eine Entscheidung muss Mass nehmen an Jesus Christus. Das kann ungemütlich werden.

Aber lesen Sie selbst.

Dorothee Janssen

Daniela Blank: Verwurzelt in der Caritas (Buch) - bei Proust Wörter + Töne GmbH

Wenn Sie wirklich was über Gemeindereferentinnen wissen wollen, lesen Sie diese Doktorarbeit.

Dorothee Janssen

Unser Buchtipp: Frauen in der Kirche - Vatican News

Das Buch hab ich nicht. Es klingt interessant, aber ich bin da sehr altmodisch: Ein Buch über dieses Thema sollte von Frauen herausgegeben werden.

Dorothee Janssen

Missbrauch: Blickwinkel der Frau kann falsche Machtideen begradigen - Vatican News

Gut, dass mal jemand sagt, dass der Blickwinkel von Frauen wichtig ist.

Gut, dass es immer mehr Menschen sagen. Auch in der Kirche.

Bescheuert, dass es immer noch nicht normal ist, dass alle Menschen die gleiche Würde haben.

Dorothee Janssen

Fastenhirtenbrief aus Mainz

Dieser Brief ist nicht so leicht zugänglich wie der Neujahrsbrief aus dem Bistum Essen, aber er benennt genau so präszise die schwierigen Themen (wenn auch nicht die gleichen).

Besonders freut mich, dass die geistlichen Ressourcen dem Geld und der Macht vorgeordnet sind.

Es freut mich auch, dass wir die Sakramente teilen sollen. Nicht nur bewahren. Aber bewahren natürlich auch. Aber nicht alleine bewahren.

Es gibt den Hirtenbrief in vielen Sprachen, auch in Leichter Sprache und Gebärdensprache.

Dorothee Janssen

"Mach mal langsam" und eine Empfehlung für den Psalm 119

6 min read

Ohne Geld geht gar nichts. Und ohne Macht auch nicht. Sagen manche. Sie sind sehr überzeugt. Letztens saß ich noch mit einem alten Bekannten am Tisch, der mittlerweile einen eigenen Betrieb hat und etliche Freelancer beschäftigt, die von unbekannten Orten aus ihre Arbeit machen. Er ist begeistert. Manche von ihnen verdienen 1000 € am Tag. Wir reden. Es ist kaum möglich, die anderen Buzzwörter einzubringen, ohne wie ein Spielverderber da zu stehen. Was ist mit dem Weltklima, wenn diese Freelancer in der Weltgeschichte herumreisen nur weil sie es können? Was ist mit den Abgehängten und den Flüchtlingen? Was ist mit Gesundheit und Ernährung? Wo wird es hin führen, wenn wir diese Lebensweise zum Maß unserer Karrieren machen?

Angestellte

Mein Arbeitgeber macht grad eine heftige Umstrukturierung mit. Die wäre kaum möglich, wenn der Laden nicht vor die Wand gefahren wäre und sich ständig tiefer rein bohrte. Aber der Laden ist schon nicht mehr das, als was er gilt. Ich bin nur Angestellte. Aber die Leitungsetage sagt:

Machen Sie uns Vorschläge, unterbreiten Sie Ihre Ideen, wir sind bereit, Risiken einzugehen.

Es bleibt das Tagesgeschäft, das darin besteht, sich tiefer in Misere zu bohren. Beispielsweise wenn es uns nicht gelingt, den Anschein von Dienstleistern abzulegen. Es ist eine Herausforderung, dass Christen im Beruf nicht bessere Christen sind als Laien. Wir Berufstätigen sind nicht besser in der Sache als alle anderen. Aber wir stecken zur Zeit sehr in diesen Strukturen, die uns einen Ort zuweisen und dementsprechend Dinge von uns erwarten, die wir im Grunde nicht leisten können oder die jeder andere Mensch leisten könnte oder die Christen generell leisten können. Es scheinen diese Strukturen so selbstverständlich richtig, dass wir uns kaum vorstellen können, dass christliche Ideale darin Platz haben.

Von Zeit zu Zeit wechseln wir unsere Arbeitsplätze, weil wir mit dem KnowHow und den Erfahrungen im Hintergrund an anderen Arbeitsplätzen mehr bewirken können. Dann sind wir die neuen Besen.

Ich werde nie viel Geld verdienen und brauche das auch gar nicht. Meine Ziele sind mit meinem Glauben an Gott verknüpft und dieser ist mit meinem Arbeitgeber verknüpft. Darum habe ich Zeit. Und ich habe Geduld. Geduld darf nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Ich lerne und lese. Uns fehlt in unserem Betrieb noch das Neue. Uns fehlen die Einflüsse der agilen Arbeit, des modernen Arbeitsmarktes und der neuen, neu gestalteten Prozesse. Ein leuchtendes Beispiel dafür ist die Caritas im Bistum Essen, die mit ihrer Direktorin neue Wege beschreitet.

Focussieren

Mein Blick ist auf ein Ziel gerichtet. Ich gehöre zu den Kollegen und Kolleginnen, die sich für Inklusion (Menschen mit Behinderung) und Digitalisierung engagieren. Wir nutzen moderne Technik und sind nicht einer Meinung. Wir treffen uns auf Tagungen und am Telefon.

Wir beten gemeinsam. Seltener in der Kirche einer Gemeinde, weil die sich immer noch in die Wand bohrt. Ich bin lieber in Formaten, die wir ebenso wie unsere "Kundschaft" mit technischen Mitteln bedienen können. Es ist ein Prozess. Vieles ist in Veränderung. Wir machen Fehler. Seit wir im Bistum Essen den Zukunftsbildprozess beschreiten, dürfen wir ganz offiziell Fehler machen. Das bedeutet nicht, dass wir vor uns hin dilletieren. Es ist nicht so wie bei dem oben genannten Bekannten, der meint, man müsse etwas beginnen und wieder fallen lassen können. Mal hier mal da und schnell. Mit der Methode erreicht man was. Aber wir in der Kirche können das nicht. Wir sind mutiger, seit wir der Krise ins Auge sehen. Wir rütteln und wagen. Aber wir machen nicht schnell, weil unser Blick bei allen Menschen ist. Wir dürfen keinen verlieren.

Pastoral der flachen Hierarchien

Mein Focus ist auf die Menschen und deren Beziehungen in unserer Kirche gerichtet. Beispielsweise auf die alte Dame, die mit ihrem Smartphone Fotos während des Weltgebetstages macht. Sie hat ein Problem mit dem Licht und lässt mich auf den Bildschirm schauen. Ich probiere etwas aus und sie lernt dabi. Sie sagt, sie besuche einen Techniktreff für Senioren. So geht das. Menschen kommen mit ihrem Wissen. Die Einen sind Hausfrauen, die anderen sind Theologen, wieder andere sind alleinerziehende Mütter oder überforderte Karrieristen. Wir alle bilden eine Gemeinde. Das Apostolat der Laien, das im II. Vatikanischen Konzil angekündigt wurde, könnte so ein Wert werden. Arbeiten Sie nicht mehr dem Pastor zu. Arbeiten wir gemeinsam im Reich Gottes. Das klingt nach Machtverlust und der Gefahr, alles zu verlieren.

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https://www.caritas-essen.de/die-caritas-im-ruhrbistum/diecaritas

https://www.caritas.de/magazin/kampagne/sozial-braucht-digital

https://zukunftsbild.bistum-essen.de/

https://netzgemeinde-dazwischen.de/

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Psalm 119

Der ist der Längste der Psalmen im Buch der Psalmen. Ein Blogartikel auf Medium hat mich auf die Möglichkeit gewiesen, man könne diesen Psalm auswendig lernen. Also los. Der Blogartikel gibt sogar Hinweise auf eine gute Methode.

Bei mir hakte es bereits im ersten Abschnitt. Es geht doch sehr um das Gesetz. Gesetz, Gebot, Weisung.

https://praypsalms.org/psalm-119-in-2019-9931ac1a4c1d

Das brachte mich auf die Frage:

Wie lauten die 10 Gebote?

Es war ganz überraschend schön, sich die 10 Gebote vor Augen zu führen. Der Inhalt ist hilfreich. Es ist gar nicht bedrückend. Es ist eine Hilfe, eine Art Geländer, eine Möglichkeit, das eigene Leben zu überprüfen.

Exodus 20,2–17 und Deuteronomium 5,6–21

10 Gebote, die man ernst nehmen kann.
Was fällt mir daran schwer?
Manchmal ist ein Gebot sogar die Lösung für ein zwischenmenschliches Problem.

"Selig, deren Weg ohne Tadel ist,

die gehen nach der Weisung des Herrn."

So lautet der erste Vers in der Einheitsübersetzung. Da hörte die geschmeidige Lektüre auf. Kann ich das auswendig lernen? Kann so mein Psalm sein? Und *Spoiler* es geht in diesem Stil weiter. Ja, wenn mein Weg ohne Tadel wär, dann wäre Vieles besser. Aber kann sowas überhaupt sein? Zusammengenommen ist das Gehen nach der Weisung des Herrn schon ein guter Fokus. Aber was ist die Weisung? Sie beginnt mit dem Hinweis: "Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Sklavenhaus Ägypten geführt hat." Und das ist der Clou. Wir sind befreit. Und darum ist es wichtig, sich die 10 Gebote immer wieder vor Augen zu führen. Das Gebot, das mir beim Erinnern nicht einfallen will, ist ein Hinweis auf eine Baustelle.

Es ist wunderbar, macht Spaß und tröstet.

Dorothee Janssen

RSS ist der beste Weg, mit dem Nachrichtenstrom klar zu kommen

Auch diese Webpräsenz bietet RSS an. Ich geh längst nicht mehr auf die Suche nach neuen Nachrichten, sondern lass sie mir im RSS-Feed des Thunderbird anzeigen.

Dorothee Janssen

"Maria 2.0": Katholische Frauen treten in den Kirchenstreik - katholisch.de

Bericht über eine Aktion von Frauen einer Gemeinde in Münster, denen die Hutschnur geplatzt ist.

11. - 18. Mai 2019 : Kirchenstreik der Frauen

Und die Petition dazu:

https://weact.campact.de/petitions/offener-brief-an-papst-franziskus-aus-anlass-des-sondergipfels-uber-missbrauch-in-der-kirche

Dorothee Janssen

This is not the end