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Durch die Wüste - Die katholische Kirche in Deutschland schlurft murrend in unbestimmte Richtung

Wir beginnen hier mal nicht mit dem Priestermangel ... ups

und auch nicht mit den Kirchenaustritten ... hehehe

von Geld reden wir schon mal gar nicht.

Das Volk Israel wär niemals ins gelobte Land gekommen, wenn es nicht die Schnauze voll gehabt hätte von der Sklaventreiberei der Ägypter. Der Zug durch die Wüste ist ein altes Bild, dass wir uns heute vornehmen können, wenn uns die Umstrukturierungen in der Kirche zu bunt werden.

Kniebänke in unseren Kirchen sind wie vieles andere historisch bedingt. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Menschen den Gottesdienst nicht mitvollziehen konnten. Seit wir die Muttersprachen nutzen, ist das gemeiname Beten und Singen kein Problem mehr. Niemand muss mehr für sich knien, Rosenkranz beten und auf den Kommuniongang warten. Sie Gemeindemitglieder in Norderney haben in einem gemeinsamen Prozess die Umgestaltung ihrer Kirche aufgrund der Ergebnisse des II. Vatikanischen Konzils beschlossen.

Es ist gut, sich an die Gründe unserer Gepflogenheiten zu erinnern. Unsere Traditionen haben Wurzeln. Wenn eine Gewohnheit zu schmerzen beginnt, müssen wir uns fragen, woran das liegt.

In den größer werdenden Städten passiert viel. Alles ändert sich, aber wir Menschen sind immer noch Menschen. Es gibt neue Entwicklungen in unseren Kirchen: mehr Ökumene, mehr Verantwortung, mehr Abschiede, mehr Unkenntnis.

Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die keinen Plan von der Kirche haben, aber trotzdem die Sakramente wollen, fordern pastorale Kräfte heraus. Wie begegnet man ihnen? Was kann das für unsere Pastoral bedeuten? Wer nur kurz in Kontakt mit seiner Gemeinde kommt, sucht und findet anderswo Sinnstiftendes. Was wird aus unseren Gemeinden?

Im Bistum Essen haben die Pfarreien mit einem umfangreichen Pfarreientwicklungsprozess begonnen. Es gibt neue Ideen. Es steckt immer noch eine Menge Motivation in unseren Gemeinden. Manche treibt die Angst, andere treibt die Lust auf Neues. Mal sehen, was das wird.

  • Glauben Sie an Gott?

Wir sind kein eingetragener Verein. Wir sind eine Glaubensgemeinschaft.

An welchen Gott glauben Sie?

In unseren Gemeinden tummeln sich Menschen, die das Beste für Ihre Kinder hoffen und darum die Jugendarbeit stärken wollen. Es gibt auch Alte, die sich abgehängt fühlen, weil es keine Maiandachten und immer weniger Sonntagsmessen gibt.

An welchen Gott glauben die Menschen, die in unseren Kirchen Entscheidungen treffen und/oder beten?