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Dorothee Janssen

Du sollst niemals aufgeben

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Ein durchaus intelligenter Mensch hat auf meine Begeisterung für das aktuelle Bischofswort mit geifernden Ausführungen über die Unbelehrbarkeit der Kirche und den seit 10 Jahren unbearbeiteten Missbrauch-Skandal reagiert. Jeder Gesprächsversuch lief in eine Wand aus Wut und Enttäuschung. Synodaler Weg? hahahahaha. Lächerlich.

Die Meldung

Die Presseabteilung des Bistums Essen behauptet, das Bischofswort sei in jeder Kirche des Bistums verlesen worden. Aber das ist es mitnichten. Alleine mir sind eine handvoll Priester bekannt, die das nicht getan haben. Den Einen ist das Ganze zu lang, den Anderen inhaltlich zu forsch. Sie wären froh über die Einschätzung des oben erwähnten durchaus intelligenten Menschen. Sie würden eifrig mit ihren Köpfen nicken. Denn jeder, der dieses Bischofswort nicht liest, ist ein Gewinn für ihre Sache.

Nun hat dieser oben erwähnte durchaus intelligente Mensch das Bischofswort durchaus ... hm ... naja, immerhin quergelesen (ich bin Zeugin), immer wieder wütend unterbrochen von Funden, die er als Beweise seiner Enttäuschung und Mißachtung aufführen konnte. Nein! Nichts wird anders. Nichts. Erst durch eine Zeugin erfuhr ich, dass dieser Mensch Christ ist. Also sprach ich ihn an auf Glauben und Christsein. Aber er war in Fahrt. Er war wütend. Nichts, gar nichts konnte ihn da raus holen. Kirche ist ... . Schrecklich. Nun. Können wir dann über unseren Glauben sprechen? *Wut* Können wir beten? *Es kommt doch alles zu spät*

Vielleicht möchten Sie das Bischofswort lesen?

Der Trick an der Sache ist: Wir sind gefordert. Der Bischof fordert zu Gemeinsamkeit auf. Wir. Ein Wir, zu dem wir alle gehören. So hieß es bereits im Bischofswort 2019. Und seitdem ist Einiges in Bewegung. Im Grunde war auch vorher schon Einiges in Bewegung. Aber solange durchaus intelligente Menschen behaupten, der Bischof von Essen würde Homosexualität verbieten, solange sie in ihrer Wut und Enttäuschung verharren, wird ihre self-fullfilling prophecy in Erfüllung gehen.

In einer unserer Gemeinden gibt es eine Gruppe, in der Menschen über Gemeindeentwicklung sprechen. Ihnen gefällt der Pfarreientwicklungsprozess nicht. Sie finden, dass sich nichts bewegt. Sie treffen sich und treffen sich und treffen sich. Und nach 2 Jahren, in denen sie sich trafen und trafen und ... haben sie Plakate mit ihren Themen im Pfarrsaal aufgehängt. Der Pfarrer hat sie abhängen lassen. Ein willfähriges Gemeindemitglied hat sie in den Papierkorb gepresst. Viele haben lamentiert, Viele haben gelächelt. Ein Gemeindemitglied hat die Plakate aus dem Papierkorb geholt, geglättet und wieder aufgehängt. Da hängen sie nun. Und wer willig ist, liest darin. Und manche nehmen einen Stift und schreiben was dazu. Wollen wir mal sehen, wer den längeren Atem hat.

So geht Gottvertrauen.

This is not the end