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Dorothee Janssen

2020

4 min read

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es vielerorts "zwanzigzwanzig" heißt, wenn es um das neue Jahr geht? Witzig, oder? Als wäre zweimal 20 kleiner als 2 Tausender plus einmal 20. Kommt es vom Schriftbild? Mit Sicherheit wird es darüber Aufklärung geben.

Die Informationsflut spült allerhand Unbrauchbares mit sich. So auch die "20iger". Wir sind also in den 20igern. Irgendwas mit CanCan und Tanz auf dem Vulkan und alle nicken weise, als hätten wir  es geahnt und wüssten auch, worum es geht. Überhaupt ist die Menge an möglichem Wissen erwürgend und bei partieller Übersicht irgendwie ernüchternd: Besser wird es mit dem vielen Wissen auch nicht. Was uns fehlt:

Algorithmen

Es müsste so Dinger geben, die das Ganze in etwas Schönes überführen. Als würde ein Algorithmus Milliarden von Mikroglassplittern zu bezaubernden Bildern ordnen (oder formen?).

Diese Algorithmen sorgen für ein überschaubares Gesundheitssystem, quasi, aber die Politik ist ein bisschen überfordert, denn man kann ja nicht alles wissen und so sind bereits Sicherheitslücken in der Software bekannt, die die Chips auf unseren Gesundheitskarten steuert. Nicht, dass wir das nicht geahnt hätten.

Ich finde Algorithmen schön und wichtig. Ich mag es, wenn einem Dinge erklärt werden und wenn Zusammenhänge logisch sind.

Fill Particles for Animated Object Algorithm from PING on Vimeo.

Darum gefällt mir Mathematik und ich mag animierte Videos.

Aber da gibt es etwas, das ständig die Schönheit von Perfektion durchbricht. Es ist Krankheit, Behinderung, Unfähigkeit, Ahnungslosigkeit, Versagen, Zerbrechen. Wie bedeutend diese Worte für unser Leben sind, wissen wahrscheinlich nur die, die spüren, was es bedeutet, krank, behindert, unfähig, ahnungslos zu sein und versagt zu haben und zu zerbrechen. Die Kurve kriege ich mit den Menschen, die betroffen sind und / oder dem nicht aus dem Weg gehen. Dieser Tage wieder perfekt erfahrbar bei der Übertragung eines komplexen Textes in Leichte Sprache. Zwei Menschen mit Lernbehinderung prüfen die Übertragung unabhängig voneinander und machen auf unbestechliche Weise deutlich, wo der Ursprungstext verschleiert und wie schöne Worte zu bedeutenden Worten werden können. Beispielsweise lässt sich nichts über Heimat schreiben, ohne Heimatlosigkeit und Fürsorge zu nennen. Und wir können nicht vom Synodalen Weg sprechen, ohne alle Menschen mitzunehmen (also nicht nur Delegierte). Wir können nicht die Bergpredigt lesen, ohne vor den Koonsequenzen zu erschrecken. Wenn wir es doch tun, sind wir abgestumpft und können nicht mehr als Zeugen oder Zeuginnen des Evangeliums verstanden werden. Die Prüferin der Leichten Sprache fragt, ob es nicht ein leichteres Wort für Synodaler Weg gibt. Und nachdem wir über die Bedeutung gesprochen haben, findet sie auch, dass "gemeinsamer Weg" keine Alternative ist. Sie versteht, dass sie Teil des Weges ist und das niemand weiß, wo es lang geht. Sie versteht, dass sie mitmachen muss, damit der Synodale Weg gelingt. Und sie macht mit.

Jetzt wird es ernst

2020 werden wir zerbrechen. Weil wir die Bergpredigt wieder ernst nehmen und keine Sachzwänge zulassen können. Aber wir können nicht anders. Was sollen wir an den Fleischtöpfen, wenn wir aus der Sklaverei befreit sind? Kann sein, dass wir in der Wüste verhungern werden, aber wahrscheinlich ist das nicht. Einfach mal wieder die Bibel studieren, an einen einsamen Ort gehen um zu beten. Ich freu mich drauf

This is not the end